Exkursionen im Geschichtsstudium – Sinn oder Unsinn?

Eine Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss eines Geschichtsstudiums ist an den meisten Universitäten in Deutschland die Teilnahme an einer Exkursion. Die Dauer und auch die Art dieser sind dabei jedoch abhängig von der jeweiligen Fakultät.

Einige Dozenten fahren mit ihren Studenten in sehenswerte Museen, dabei den Blick nicht auf die meist leeren Geldbörsen derer vergessend, andere jedoch halten eine mehrwöchige Reise ins Ausland für unumgänglich. Was schon den einen oder anderen Studenten vor die fast unlösbare Aufgabe gestellt hat, wie er sich diese finanzieren soll mit Nebenjob oder Oma anhauen. Dabei ist die Qualität einer Exkursion nicht immer abhängig von der Quantität, sondern vielmehr vom Vermögen des Lehrers, seinen Schülern Wissen zu vermitteln und das auch ohne Beamer und Handout, vielmehr in einem Museum an der belebten Skulptur sozusagen.

Oft werden im Vorfeld der Exkursionsvorbereitungen Referatsthemen an die Studenten vergeben, die sie dann vorbereiten müssen, um ihr erworbenes Wissen während der Exkursion hoffentlich zufriedenstellend an ihre Mitstreiter weiterzugeben. Inwiefern dies auch im Seminarraum hätte vonstattengehen können, hängt dabei ganz von der Art der Exkursion ab, soll sie doch in erster Line den Horizont erweitern und neue Eindrücke sowie Lehrinhalte vermitteln. Um die Antwort auf die Frage nach dem Sinn oder Unsinn einer kostspieligen Exkursion zu geben, dies hängt ganz davon ab, was jeder Einzelne daraus für sein Leben als Geschichtsstudent mitnehmen kann.


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